Altersgerechte Assistenzsysteme

Altersgerechte Assistenzsysteme (englisch Assisted Ambient Living) sorgen dafür, dass Menschen auch im Alter selbstbestimmt und unabhängig leben können, indem jene Systeme bestimmte Aufgaben übernehmen und situationsbedingt Hilfestellungen leisten.

 

Altersgerechte Assistenzsysteme im Smart Home

Dabei können sie auch mit den Systemen des Smart Homes interagieren, obwohl dies nicht zwingend erforderlich ist. Altersgerechte Assistenzsysteme sind in jedem Fall auf die Anforderungen der Nutzer ausgerichtet und daher nutzerzentriert designt bzw. Programmiert. Unter ihr Segment fallen neben den technischen Gerätschaften auch Software sowie Dienstleistungen, die in Kombination mit diesen Geräten angeboten werden.

 

Im Jahr 2015 wurden in Deutschland einer Untersuchung von Statista zu folge in diesem Segment rund 17 Millionen Euro umgesetzt, wobei knapp die Hälfte des Umsatzes auf Dienstleistungen in diesem Segment zurückzuführen ist. Auch wenn für 2020 in Deutschland ein Gesamtumsatz von etwa 155 Millionen Euro prognostiziert wird, so werden dann nur 0,8% der Bevölkerung solche Systeme nutzen. Das Bundesministeriums für Bildung und Forschung hat eine Einschätzung zum ökonomischen Potential solcher Systeme veröffentlicht, die Sie hier finden.

Alternsgerechte Assistenzsysteme

Alternsgerechte Assistenzsysteme können das selbstbestimmte Leben im Alter erleichtern

 

Nutzer von altersgerechten Assisenzsystemen sind nicht nur ältere Menschen mit Handicaps, sondern auch jüngere die in ihnen vorrangig eine Lifestyle Funktion sehen. Zudem schließt der Nutzen solcher Systeme auch die Verwandten von älteren Menschen sowie das Pflegepersonal ein, indem sie z.B. die Kommunikation erleichtern – ob vor Ort oder aus der Ferne via Internet.

 

Anwendungsbeispiele für Altersgerechte Assistenzsysteme

Anwendungsbeispiele sind etwa digitale Sturzmelder. Diese werden, ähnlich wie Fitness-Tracker um das Handgelenk gebunden und erkennen anhand von Bewegungs- und Beschleunigungssensoren einen Sturz. Anschließend alarmieren sie automatisch den Rettungs- oder Pflegedienst sowie die Verwandtschaft. Zudem können sie an das Smart Home gekoppelt werden und etwa den Herd ausschalten. Zudem kann der Alltag für alte Menschen komfortabler gestaltet werden, indem z.B. die Jalousien-, Heizungs– und Lichtsteuerung an das Verhalten der Bewohner gekoppelt werden, so dass sie diese Aufgaben nicht mehr erledigen müssen.

 

telemedizin

Vitaldatenüberwachung mit smarter Technologie

Im medizinischen Bereich können etwa auch Vitaldaten (wie z.B. Blutdruck und Puls) direkt an den Hausarzt übermittelt werden um die Qualität der medizinischen Versorgung zu verbessern. Bei Demenz kann ein Sensor auch beim ungewollten Verlassen der Wohnung eine Meldung an Verwandte oder Pflegedienste geben.

 

Derzeit gibt es noch keine einheitlichen Standards in diesem Bereich, was die Vernetzung solcher Lösungen mit dem Smart Home oftmals schwierig macht. Der fortschreitende demographische Wanden in Deutschland und der befürchtete Pflegenotstand sprechen jedoch dafür, dass altersgerechte Assistenzsysteme in Zukunft einen sinnvollen Beitrag zur selbstbestimmten Leben im Alter leisten könnten. Eine Einschätzung