RWE Smarthome

RWE SmartHome –  Ein System für Einsteiger

Mit der RWE SmartHome-Reihe wagt sich der Energiekonzern auf den umkämpften Smart Home-Markt. Ob das umfangreiche System mit der Konkurrenz mithalten kann?

Quelle: rwe-smarthome.de

Quelle: rwe-smarthome.de

Schick designt kommt die Home Automation-Lösung von RWE daher. Das System bietet eine große Palette unterschiedlicher Komponenten. Rund 17 Module machen die Steuerung des Haushalts über eine App möglich. Als Grundelemente werden Smart Steckdosen, Unterputzschalter und Rollladensteuerungen angeboten. Damit lassen sich auch Produkte anderer Hersteller verbinden.

 

1. Wie funktioniert RWE SmartHome?

Das Herzstück des Systems ist die SmartHome-Zentrale. Über LAN verbindet man sie direkt mit dem Router, eine kabellose Verbindung ist leider nicht möglich. Über ein eigenes Funknetz verbindet sich die Zentrale dann mit den anderen Geräten in ihrer Reichweite. Über den Computer oder die RWE SmartHome-App kann man auf die Zentrale zugreifen. Große Distanzen oder dicke Mauern stören gerne mal den Empfang. Dafür gibt es Funkrouter-Module, die die Reichweite erhöhen. Gerade für den Einsatz von Smart Produkten im Keller oder über mehrere Stockwerke ist dieses Feature praktisch.

 

2. Einrichtung und Steuerung von RWE SmartHome

Bei der Einrichtung zeigt die Zentrale Ihnen einen Code an, den Sie im Webbrowser am Computer eingeben müssen. Danach werden Ihnen auf der nutzerfreundlichen Oberfläche die Geräte im Radius der Zentrale angezeigt. Diese können Sie individuell benennen. Es wird Ihnen immer der momentane Betriebszustand der einzelnen Geräte angezeigt bzw. Sie können diesen auch einfach per Mausklick ändern. Auch individuelle Programmierungen sind möglich. Es lassen sich außerdem komplexere Verbindungen herstellen: Bei einem Brand kann zum Beispiel der Rauchmelder losgehen und gleichzeitig öffnen sich alle Rollläden und die Lichter im Haus werden eingeschaltet. Auch eine klassische Funkfernbedienung lässt sich zur Steuerung nutzen. Für die Nutzung der App braucht man ein Konto bei RWE. Dieses ist in den ersten zwei Jahren kostenlos und wird danach kostenpflichtig.

 

3. Die verschiedenen Elemente und Einsatzbereiche

Elektronik: Einige Teile werden als Unterputzdosen angeboten. Das betrifft vor allem die Komponenten, die alte Schaltelemente ersetzen, wie zum Beispiel Lichtschalter oder Dimmer. Da alle Elemente – auch Unterputz-Sender und die Rollladensteuerung – in die Standarddose passen, eignet sich das RWE SmartHome-System auch für eine bestehende Immobilie. Sie selbst sollten diese Installationen jedoch lieber nicht vornehmen, sondern den Elektriker kommen lassen.

Heizung: Beim Thema Wärme und Energie ist der Konzern in seinem Element. Bei der Heizungssteuerung gibt es verschiedene Möglichkeiten im RWE SmartHome. Bereits einzelne Heizkörper lassen sich über spezielle Thermostatventile regeln. Mit dem RWE SmartHome Raumthermostat lässt sich direkt die Zentral- oder Etagenheizung steuern. Selbst für die Fußbodenheizung gibt es ein passendes Steuergerät.

Sensoren: Man braucht für die Home Automation nicht nur Schaltelemente, sondern auch Sensoren. Tür- und Fenstersensoren erkennen den aktuellen Zustand des Gegenstands bzw. registrieren, wenn sich der Zustand ändert. Auf der einen Seite lässt sich damit die intelligente Heizung erweitern, die sich von alleine abschaltet, wenn ein Fenster geöffnet wird. Andererseits sind die Sensoren in puncto Sicherheit wichtig. Im Fall eines Einbruchs, melden die Sensoren sofort ein unerwartetes Öffnen des Fensters oder der Tür.

4. Kompatibilität

In Verbindung mit den RWE-Steckdosen lassen sich eigentlich alle Elektrogeräte mit der maximal angegebenen Wattzahl steuern. Die intelligenten Zwischenstecker lassen sich über die SmartHome Zentrale steuern und Sie können jederzeit die Stromzufuhr an- oder abschalten. Mit der dimmbaren Ausführung kann man sogar die Helligkeit von Lampen darüber regeln. Für den Garten oder die Terrasse gibt es auch eine wasserfeste Variante.

Aber auch Smart Produkte anderer Hersteller kann man mit dem RWE SmartHome verbinden, trotzdem gibt es noch relativ wenig kompatible Elemente auf dem Markt. Bisher zählen dazu:

  • Netatmo Wetterstation: fährt bei Regen die Markise ein, hält immer aktuelle Wetterinformation bereit
  • Samsung Scmartcam: Überwachungskamera
  • Smarter Schließzylinder: schlüsselloses Öffnen und Schließen von Türen

 

5. Vernetzung und Sicherheit

RWE SmartHome nutzt einen Standard mit AES-Verschlüsselung, der auf dem Wireless Mbus basiert. Da diese Technik ursprünglich für das Auslesen von Zählern für den Strom- und Wasserverbraucht entwickelt wurde, lassen sich damit Stromzähler und Ähnliches einfach in das System einbinden. Wie man sieht, ist die Funktechnologie jedoch nicht nur auf dieses Anwendungsfeld beschränkt. Außerdem wurde besonderer Wert auf die Datensicherheit und den Hackerschutz gelegt.

 

6. Fazit

Gerade für Einsteiger ist RWE SmartHome perfekt. Es bietet eine einfache und übersichtliche Bedienung. Der Aufbau und die Einbindung neuer Komponenten klappen einwandfrei. Ein Manko is jedoch die App, die nicht den vollen Funktionsumfang bietet. Dass man dafür auch noch Geld bezahlen muss, ist ärgerlich. Ansonsten funktioniert das System zuverlässig und lässt sich beliebig erweitern.

 

Mehr Informationen finden Sie auf der extra eingerichteten Website von RWE SmartHome