Bluetooth Low Energy

Bluetooth Low Energy – Nicht nur für Smartphones relevant

Bluetooth ist durch seine weite Verbreitung bei Smartphones und im Zubehör-Bereich (z.B. Tastaturen, Mäuse, Headsets) vielen Leuten ein Begriff für eine kabellose Verbindung per Funk. Mit Hilfe des beliebten Funkstandards lassen sich verschiedene Geräte in einem bestimmten räumlichen Umfang untereinander vernetzen.

Auch im Smart Home Bereich könnte der Funkstandard in Zukunft eine wichtige Komponente bei der Vernetzung von Geräten spielen. Mit der Variante Bluetooth Low Energy, auch Bluetooth Smart genannt, wollen die Unternehmen hinter Bluetooth im Smart Home Segment durchstarten. Dennoch steht die Entwicklung noch am Anfang. Wir zeigen Ihnen was der Standard kann und was nicht.

 

1. Entstehung und Eigenschaften von Bluetooth

Die Entstehung von Bluetooth geht in die 90er Jahre zurück, in denen es maßgeblich von den Unternehmen Nokia, Intel, IBM, Tochiba und Ericsson vorangetrieben wurden, die noch heute in einem Zusammenschluss mit dem Namen „Bluetooth Special Interest Group“ (kurz SIG) die Entwicklung begleiten. Der Funkstandard legt den Fokus auf den persönlichen Gebrauch im privaten Umfeld und verwendet dazu das Funkprotokoll WAPN, was für Wireless Personal Area Network steht. Die Reichweite des Signals ist abhängig von der Leistung und variiert innerhalb von drei Klassen zwischen 1m und 100m. Der Standard ist also nicht geeignet um weite Distanzen zu überbrücken.

Bluetooth Low Energy Das Bluetooth Logo

Das Bluetooth Logo

2. Nutzung von Bluetooth Low Energy im Smart Home

Erst mit der Weiterentwicklung Bluetooth 2.0 wurde der Funkstandard für Geräte im Smart Home verwendet. Jedoch fand er keine flächendeckende Verbreitung, da er einen relativ hohen Energieverbrauch zur Herstellung der Verbindungen benötigt. Da dies eine zusätzliche Energiequelle, wie Batterien oder gar eine permanente Verkabelung mit den Geräten für das Smart Home bedingte, war dies nicht die optimale Lösung. Daher wurde 2009 mit Bluetooth Low Energy (kurz BLE) ein Zusatzprotokoll für den Standard eingeführt, das den Energieverbrauch, aber auch die Übertragungsrate verringerte. Der Standard wird in der Öffentlichkeit auch als Bluetooth Smart bezeichnet. Da bei der Kommunikationen von Smart Home Geräte auch nur geringe Datenmengen übertragen werden, war dies ein Schritt in die richtige Richtung.

 

3. Wirtschaftliche Dimensionen von Bluetooth Low Energy

Die Anzahl der weltweit verkauften Geräte, die Bluetooth Low Energy verwenden, steigt stetig an und wird Prognosen von ABI Research zu Folge im Jahr 2016 rund 4 Milliarden Geräte betragen. Davon sind gut 500 Millionen Geräte dem Smart Home Segment zuzurdnen.

 

4. Kompatibilitäten von Bluetooth Low Energy

Das Bluetooth Logo auf verschiedenen Geräten gibt Auskunft über die Kompatibilität des Funkstandards. Geräte mit dem Aufdruck „Bluetooth Smart Ready“ beherrschen das neue Bluetooth Low Energy, als auch das klassische Bluetooth. Währenddessen können Geräte mit dem Aufdruck „Bluetooth Smart“ auch nur mit der energiearmen Variante funken, was sie inkompatibel zu klassischen Bluetooth Geräten macht, wie die nachfolgende Grafik verdeutlicht.

 

Bluetooth Low Energy kompabilitaeten

 

5. Fazit

Obwohl es schon einige Smart Home Produkte gibt, die mit dem energiesparenden Bluetooth Low Energy-Standard funken, ist dieser noch nicht so weit verbreitet wie andere Funkstandards. Wenn Sie bereits Geräte besitzen, die mit anderen Standards funken, so können sie kein ganzheitliches Smart Home System aufbauen. Für Neuanschaffungen jedoch kann Bluetooth Low Energy eine interessante Lösung sein. Vor allem sorgt der hohe Bekanntheitsgrad des Standards für eine gewisse Sicherheit im Umgang mit den Geräten, die allesamt sehr zuverlässig und einfach zu bedienen sind.