Smart Lighting

Smart Lighting

Smart Lighting – Da geht Ihnen ein Licht auf!

Früher hatten Lichter im Haus nur zwei Zustände: an oder aus. Das hat sich mit der Zeit geändert. Die Beleuchtung ist individuell anpassbar geworden und im besten Fall im Smart Home per Fernbedienung oder App steuerbar. Lichter sind dimmbar und können sogar die Farbe wechseln. Licht ist wichtig für uns. Auf der einen Seite bringt es Atmosphäre und Gemütlichkeit in unser Heim, auf der anderen aber auch Sicherheit. Finanziell lohnt sich Smart Lighting ebenfalls. Wir haben alles rund um intelligente Lichtsteuerung und die besten Produkte aus dem Bereich für Sie in unserem Smart Lighting – Test 2015 gesammelt.

Was ist Smart Lighting?
Smart Lighting bezeichnet ein Netzwerk aus Dioden oder LEDs, die drahtlos miteinander verbunden sind. 2008 wurden die ersten Prototypen im Bereich Smart Lighting in Boston und New Mexico präsentiert.

1. Beleuchtung

Beleuchtung bezeichnet Lichterzeugung mit einer künstlichen Quelle. Kunstlicht macht uns unabhängig vom natürlichen Licht der Sonne. Vor allem dient es dazu, dass wir uns zurechtfinden und wohl und sicher fühlen. Seit dem 18. Jahrhundert nutzen wir bereits das elektrische Licht. Seitdem hat sich aber viel getan. Beleuchtung wurde individueller, sparsamer und vielseitiger.

Innenbeleuchtung

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen drei Arten der Innenbeleuchtung:

  • Grundbeleuchtung: Damit ist die allgemeine Ausleuchtung eines Raumes gemeint, die man als Grundlage braucht.
  • Platzbeleuchtung: Bei der Platzbeleuchtung soll nur ein bestimmter Ort beleuchtet werden, wie es zum Beispiel bei einer Esstischlampe oder Bilderleuchte der Fall ist.
  • Stimmungslicht: Diese Beleuchtung ist für unser Wohlfühlgefühl verantwortlich. Mit einzelnen Sports werden Atmosphäre und Stimmung beeinflusst. Sie können Akzente und Highlights setzen und damit selbst bestimmten, wie ein Raum und dessen Gegenstände wirken sollen.

 

Unterschiedliche Lampentypen

Beleuchtungsanlagen bestehen aus Leuchte und Lampe. Die Leuchte nimmt dabei eine oder mehrere Lampen auf und leitet Strom an sie weiter. Lampen gibt es heutzutage unterschiedliche. Diese kommen vor allem zum Einsatz:

Glühlampe: Die Glühlampe ist ein mit Gas gefüllter Glaskolben, in dem sich ein Glühdraht aus Wolfram befindet. Strom erhitzt den Glühdraht. Dadurch entsteht Wärme, aber vor allem Licht. Da Glühbirnen jedoch sehr ineffizient sind, wurde in der EU bereits ein Herstellungs- und Betriebsverbot erlassen. Trotzdem findet man sie noch in zahlreichen Haushalten. In den nächsten Jahren werden Glühbirnen jedoch nach und nach aussterben.

Halogenglühlampe: Sie ist eine Weiterentwicklung der Glühlampe. Durch Befüllen des Glaskolbens mit Halogen, wird die Lebensdauer und Effizienz der Lampe gesteigert.

Leuchtstofflampe: Die meisten werden Leuchtstofflampen unter dem Namen Energiesparlampe kennen. Die Leuchtstofflampe besteht aus einem langen, zylindrischen Glasrohr, das innen mit Leuchtstoffpulver beschichtet ist und UV-Licht umwandelt. Sie ist außer bei niedrigen Temperaturen fast so effizient wie LEDs.

Quecksilberdampflampe: Diese Lampe ist ebenfalls ein Glaskolben, der mit Leuchtstoff beschichtet ist. In dessen Inneren befindet sich ein weiterer Kolben aus Quarzglas, der das Gas umschließt. Wegen ihrer Ineffizienz und dem Quecksilbergehalt ist diese Art der Lampe jedoch seit 2015 verboten.

Halogen-Metalldampflampe: Sie ist eine Weiterentwicklung der Quecksilberdampflampe. Durch Halogen soll die Effizienz gesteigert werden.

Natriumdampflampe: Diese Lampe besteht aus einem Glaskolben- oder –rohr mit einem Keramikbrenner. Sie spendet sehr effizient Licht, leuchtet jedoch sehr gelb.

LED-Lampe: LEDs bestehen aus Leuchtdioden in unterschiedlicher Anordnung. Sie sind effizient und halten lange, haben jedoch eine bemerkbare Einschaltverzögerung.

 

2. Vorteile von Smart Lighting

Effizient nutzen und sparen

In Zeiten steigender Strompreise, wird der Faktor Effizienz bei Beleuchtung immer relevanter. Gesetzlich wurde durch das Verbot der klassischen Glühbirne und der Verpflichtung zu energiesparenden Leuchten bereits ein Schritt in die sparsame Richtung getan. Vor allem LEDs gelten als wahre Energiesparwunder.

Durch den Einsatz von Smart Lighting im Smart Home kann die Beleuchtung jedoch noch effizienter genutzt werden. Durch automatisches Ein- und Ausschalten und Dimmen je nach Tageslicht, wird nur so viel Energie genutzt, wie auch wirklich gebraucht wird. Sensoren können die Lichtsituation erfassen und nur so viel künstliches Licht produzieren, wie man als Ergänzung zum Sonnenlicht braucht. In Treppenfluren bieten sich Bewegungsmelder an, sodass das Licht nur angeht, wenn sich auch Personen dort befinden. Dadurch lässt sich viel Energie und vor allem Geld sparen.

 

Gesünder leben

Kaum jemand denkt daran, wie unnatürlich künstliches Licht eigentlich ist und wie schnell es unseren Biorhythmus durcheinander bringen kann. Früher orientierte sich der Körper an der Sonne, denn ihr natürliches Licht reguliert die beiden wichtigen Hormone Melatonin und Cortisol. Melatonin bestimmt, wann wir müde und Cortisol, wann wir wach und aufmerksam sind. Wer nicht genügend Tageslicht bekommt, dessen Hormonhaushalt gerät durcheinander. Die Folgen können Schlafstörungen, Kopfschmerzen und in manchen Fällen sogar Depressionen sein.

Daher sollten Sie versuchen, in Ihren Wohnräumen auch ein möglichst natürliches Licht zu erschaffen. Tageslicht hat eine Lichtfarbe von etwa 5.500 bis 10.000 Kelvin. Tagsüber sollte deswegen auch die Innenbeleuchtung 6.000 bis 8.000 Kelvin haben. Das fördert unsere Konzentration und hält uns wach. Abends dagegen sollten warmweiße Lichter genutzt werden, die unter 3.300 Kelvin aufweisen. Für diese dem Biorhythmus angepasste Beleuchtung bieten sich vor allem Leuchten an, die verschiedene Lichttemperaturen produzieren können. Dadurch lässt sich die künstliche Beleuchtung im Smart Home ganz einfach an die natürliche anpassen.

 

Sicherer fühlen

Auch in puncto Sicherheit spielt Smart Lighting eine große Rolle. Die Beleuchtung kann mit dem Alarmsystem verbunden werden, sodass bei einem Einbruch alle Lichter angehen und abschreckend wirken. Außerdem gibt es die Möglichkeit einer Anwesenheitssimulation, die Sie zum Beispiel während des Urlaubs laufen lassen können. Diese erschwert es den Einbrechern zu erkennen, ob jemand zuhause ist. Auch im Fall eines Brandes ist Smart Lighting hilfreich. Sie kann mit den Rauchmeldern verbunden werden, sodass bei Alarm alle Lichter im Haus eingeschaltet werden. Dadurch können die Bewohner schnell und sicher das Haus verlassen.

 

3. Smart Lighting-Systeme

Bei Smart Lighting ist die Art der Steuerung ein wichtiger Punkt bei der Kaufentscheidung. Das Problem ist immer das gleiche: Die Signale von den Sensoren (z.B. dem Schalter) müssen zu den Akteuren (den Lampen) gelangen. Lösungen gibt es jedoch unterschiedliche:

Funklösung: Vor allem für Wohnungen eignet sich dieses System. Es müssen dabei keine neuen Kabel verlegt werden, sondern es werden nur Funkaktoren in die vorhandene Unterputzdose eingebaut. In Verbindung mit einer Zentrale können Sie verschiedene Programmierungen – wie Zeitschaltungen oder das Verbinden mit Bewegungsmeldern – vornehmen. Wer auf eine Zentrale verzichten möchte, kann auch eine Verbindung über eine Fernbedienung oder App herstellen. Auch Wandsender sind eine praktische Erweiterung. Sie sind batteriebetrieben und können überall flexibel befestigt werden. Sie können zum Beispiel einen solchen Wandschalter neben dem Bett befestigen und müssen abends nicht mehr extra aufstehen, um das Licht auszumachen.

Stromnetzlösung: Hierbei erfolgt die Steuerung direkt über das Stromnetz. Das funktioniert, indem Lüsterklemmen eingebaut werden, die die Steuerungselektronik enthalten. Diese sind über eine Zentrale im Sicherungskasten oder übers WLAN steuerbar. Außerdem messen die Lüsterklemmen den Stromverbrauch und helfen so beim Energiesparen.

Intelligente Lampenlösung: Dieses System ist das einfachste, denn hier sind die Lampen selbst smart. Jede Lampe ist per App einzeln ansteuerbar und kann nicht nur gedimmt werden, sondern auch ihre Farbe verändern. Eine Zentrale brauchen Sie trotzdem, die an WLAN und Strom angeschlossen ist.

Feldbuslösung: Wer ein Haus baut, sollte sich von vorneherein über Smart Lighting Gedanken machen. Bei der Feldbuslösung wird ein Kabel installiert, das für die Kommunikation sorgt. Gesteuert wird dieses System ebenfalls mithilfe einer Zentrale über den PC oder eine App.

 

4. Produkte im Test

 

4.1 Elgato-Lichter

Elgato-Lichter sind per iPad, iPhone und sogar Apple-Watch steuerbar, für Android gibt es leider keine Software. Sie können bis zu zehn Lampen unabhängig voneinander steuern. Eine Bridge ist dafür nicht nötig. Die Lampen können weißes, wie auch farbiges Stimmungslicht erzeugen: Dadurch können Sie selbst Zuhause Licht-Stimmungen schaffen. Es gibt auch bereits vorinstallierte dynamische Lichtstimmungen, die intensiv und stimmungsvoll wirken. Ein weiteres tolles Feature ist die Weckfunktion. Sie können sich durch heller werdendes Licht wecken lassen. Dazu wählen Sie die passende Musik oder Naturgeräusche, die übers Smartphone oder Tablet abgespielt werden.

 

4.2 Philips Hue

Die Hue-Serie von Philips holt alles aus Ihrer Smart Home – Beleuchtung heraus. Es lassen sich über die Bridge bis zu 50 LEDs integrieren und damit effektvolle Lichtstimmungen schaffen. Neben verschiedenen LEDs, bietet Philips auch Leucht-Accessoires und Lightstrips an. Gesteuert wird das Ganze natürlich per App. Mit der Hue-Reihe hat Philips keine Ergänzung zu seinem Smart Home System, sondern eine geschlossene Einheit geschaffen. Es wurde sich auf die Entwicklung intelligenter Lichtquellen konzentriert, die mit ihrer Vielseitigkeit überraschen. Das Beleuchtungssystem lässt sich nicht nur für den normalen Alltagsgebrauch nutzen, sondern Sie können es mit dem Fernseher, Ihrer Alarmanlage und Wecker verbinden. Ein Update Anfang Dezember 2015 sperrte einige Leuchtmittel von Drittanbietern wie Osram aus, die zuvor noch kompatibel mit dem System waren. Dadurch zog Philips den Ärger vieler Kunden auf sich.

 

4.3 Lichtsystem Lightify von Osram

Osram macht mit seinem Lichtsystem Lightify dem System Philips Hue echte Konkurrenz, vor allem da es günstiger ist. Die Lightify-Serie bietet attraktive und individuell gestaltbare Funktionen. Es stehen eine Home-Version sowie einePro-Version z.B. für Büros zur Auswahl. Zur Installation lädt man sich die kostenlose App aufs Handy oder Tablet, schließt den Gateway an und verbindet diesen mit dem WLAN. Dadurch verbinden sich die Geräte automatisch miteinander. Leichter kann eine Installation gar nicht sein. Über die App lassen sich dann nicht nur Farben, sondern auch die Helligkeit bestimmen. Ihnen steht das gesamte RGB-Spektrum zur Verfügung. Lampen können einzeln oder in Gruppen angesteuert werden. Auch eine Weckfunktion ist integriert. Ein tolles Gadget ist, dass Sie Gegenstände abfotografieren können, deren Farbe dann analysiert und an das System geschickt werden. In Bezug auf die Wohnungseinrichtung bietet dies völlig neue Möglichkeiten – das Licht ist nun an einzelne Einrichtungselemente farblich anpassbar oder gibt die Farben des Sonnenuntergangs aus dem letzten Urlaub wieder. In puncto Sicherheit bietet Osram Lightify eine Anwesenheitssimulation, falls Sie länger abwesend sind.

 

4.4 RWE Komponenten

RWE bietet kein eigenes Lichtsystem mit dazugehörigen Lampen, sondern nur Komponenten zum Steuern von Lichtschaltern per Fernbedienung oder Wandsender: