Smart Home Wetterstation

Smart Home Wetterstation

Smart Home Wetterstation | Der digitale Wetterdienst

Mit einer Smart Home Wetterstation können interessante Daten erhoben werden, die im Idealfall als Basis für die Heimautomatisierung dienen. Was eine Wetterstation ist, was sie smart macht und und wie sie am besten betrieben wird, verraten wir in unserem Smart Home Wetterstation – Test.

 

1. Smart Home Wetterstation im Test

1.1 Netatmo Wetterstation

Die Smart Home Wetterstation von Netatmo kommt in der Basisausstattung mit einem Innen- und einem Außensensor, die zusammen umfassende Daten liefern. Auffallend ist das schlichte und moderne Design aus Aluminium. Neben der Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck messen die Sensoren zusätzlich den CO2-Gehalt und den Geräuschpegel. Die Daten lassen sich per App für iOS oder Android direkt auf dem Smartphone anschauen und werden dort aufgezeichnet. Das System kann optional um einen Regenmesser samt Windmesser erweitert werden. Leider lässt sich das Netatmo System nur mit dem Smartphone nutzen und nicht mit anderen Smart Home Systemen kombinieren.

 

1.2 Froggit Wetterstation

Die Wetterstation von Froggit besteht aus einem Außenmast, der über Sensoren für Temperatur, Windgeschwindigkeit, Windrichtung, Luftdruck und UV-Strahlung verfügt. Die Daten werden über das eingebaute WLAN an ein Display gesendet, welches man im Innenraum installieren kann. Aus den gewonnenen Daten leitet das System eine Wettervorhersage ab.

 

1.3 Bresser Wetterstation

Die Wetterstation von Bresser wartet mit Sensoren für Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Windrichtung, Windstärke und Niederschlag auf. Die Daten werden im freien Frequenzband an eine Basisstation übermittelt, bei der die Daten mitsamt Datums-/Zeitanzeige, Uhrzeit, Sonnenauf-/Sonnenuntergang und Mondphasen auf einem einfachen Display dargestellt werden.

 

2. Was ist eine Smart Home Wetterstation?

Eine Wetterstation ist ein Gerät, das durch bestimmte Sensoren direkte Umwelteinflüsse messen kann. Die klassische Wetterstation ist analog und misst diese Werte mithilfe mechanischer Verfahren. Neuere Wetterstationen hingegen verfügen bereits über digitale Messverfahren und Displays, die eine bildliche Auskunft über das Wetter bieten, anstatt nur die Daten selbst anzuzeigen.

Je nach Ausstattung und Umfang kann eine Wetterstation verschiedene Messwerte mit diesen Sensoren erheben:

  • Ein Thermometer zum Messen der Temperatur
  • Ein Hygrometer zur Messung der Luftfeuchtigkeit
  • Ein Barometer zum Messen des Luftdrucks
  • Ein Anemometer zum Messen der Windstärke
  • Ein Ombrometer zum Messen des Niederschlags (Regenmenge)
  • Ein Photometer zum Messen der Lichtintensität
  • Ein Sensor zum Messen des CO2 Gehalts (Kohlenstoffdioxid)
  • Ein Sensor zum Messen der Lautstärke

In der Regel werden die Sensoren der Wetterstationen sowohl innerhalb des Gebäudes, als auch außerhalb im Freien angebracht, um ein ganzheitliches Bild des Wetters zu erfassen. Wetterstationen gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen – von der günstigen 20€ Variante bis zu hochmodernen Profianlage. Teurere Geräte haben oftmals bessere Sensoren oder können eine Funktion zur Wettervorhersage beinhalten, die sich auf Sattelitendaten oder Informationen aus dem Internet beziehen. Ähnlich wie bei einem Smart Home Netzwerk, besteht zwischen den Sensoren (zumindest zwischen dem Innen- und Außensensor) eine Funkverbindung, über die Daten ausgetauscht werden.

 

3. Wie funktioniert eine Smart Home Wetterstation?

Neue und moderne Wetterstationen sind mit einem Funksystem ausgestattet, das eine direkte Verbindung zu Ihrem Smartphone oder anderen Systemen herstellt. Oftmals gibt es zur Smart Home Wetterstation eine passende App des Herstellers (zumindest für die beliebten mobilen Betriebssysteme iOS und Android), mit deren Hilfe sich die Daten darstellen und auswerten lassen. So können Sie sich mit den aufgezeichneten Daten eine interessante Wetterdatenhistorie erstellen lassen oder auch Ihre Daten mit denen von anderen Besitzern einer Smart Home Wetterstation über das Internet austauschen. Die Funkverbindung wird dabei aufgrund des relativ hohen Energieverbrauchs der Sensoren in der Regel über WLAN hergestellt und nicht über die speziellen Smart Home Funkstandards wie Z-Wave, ZigBee, HomeMatic, DECT-ULE oder Bluetooth LE.

Eine richtige Smart Home Wetterstation benötigt jedoch eine Verbindung zu den restlichen Geräten des Smart Home und sollte in der Lage sein mit dem Gateway zu kommunizieren. Nur dadurch können die gemessenen Daten genutzt werden, um sinnvolle Aktionen der Hausautomatisierung einzuleiten, wie etwa das Regulieren der Heizung in Abhängigkeit von Außentemperaturen, das Einfahren der Markisen bei Regen oder starkem Wind oder einen Hinweis zum Lüften bei hoher Luftfeuchtigkeit oder zu hohen CO2-Werten.

 

4. Worauf muss man bei der Anbringung der Sensoren achten?

Sofern Ihre Basisstation für den Innenraum auch selbst über Sensoren verfügt, sollten Sie den Innensensor idealerweise an Orten aufstellen, die ein möglichst allgemeines Klima ihrer Räumlichkeit abbilden. Dies ist in der Regel die Mitte des Raumes, wo ein Sensor nicht immer einfach und dezent anzubringen ist. Das Problem in Zimmerecken ist jedoch, dass sich hier die Luftfeuchtigkeit stauen und wärmere Heizungsluft, in Nähe von Türen auch Zugluft, die Daten verfälschen kann. Zudem sollten Sie darauf achten, dass der Sensor eine gute Funkverbindung zum Außensensor hat. Halten Sie unbedingt Abstand zu elektronischen Geräten, deren Magnetfeld das Funksignal mitunter stark stören kann.

 

Die richtige Anbringung der Außensensoren ist sehr wichtig, da sie an einer ungeeigneten Stelle ungenaue oder gar falsche Messwerte liefern (z.B. ein Windmesser, der an einer windstillen Stelle angebracht ist). Um den Niederschlag korrekt zu messen, muss der Sensor unter freiem Himmel und in ausreichendem Abstand zu Gebäuden oder Hindernissen angebracht werden. In dieser Hinsicht gilt es zu beachten, dass der Abstand zur Basisstation nicht zu groß sein darf, damit das Funksignal problemlos übertragen werden kann. Idealerweise steht zwischen den Sensoren kein Hindernis, welches die Funkverbindung mindert und sie haben einen direkten Sichtkontakt.