Smart Home Kamera

Smart Home Kamera

Smart Home Kamera: Immer alles im Blick

Die Installation von Überwachungskameras ist teuer, aufwändig und muss von einem Fachmann gemacht werden? Die neue Smart-Home-Technologie revolutioniert diese Vorstellung. Jeder Hausbesitzer kann die eigene Smart Home Kamera montieren und bereits für wenige hundert Euro eine gute Home Security umsetzen. In unserem Smart Home Kamera-Test 2015 haben wir die neuesten Überwachungskameras miteinander verglichen und die wichtigsten Informationen für Sie zusammengestellt. Zukünftig haben Sie per Smartphone oder Computer Zuhause immer alles im Blick.

1. Produkte im Test

1.1 Q7 von HiKam

Unser Smart Home-Kamera Testsieger ist die Q7 von HiKam, die für die Innenanbringung gedacht ist. Da sie aber selbst durch Fensterscheiben solide Aufnahmen macht, lässt sie sich auch zur Überwachung des Außenbereichs nutzen. Die Q7 ist sehr einfach zu installieren und kann Tag-, wie auch gute Nachtaufnahmen machen. Ihre Bewegungserkennung ist sehr genau. Bei Alarm bekommen Sie eine Mail mit Foto, eine Push-Benachrichtigung und es wird automatisch die Videoaufnahme gestartet. Ein ganz besonderes Highlight ist die integrierte Sirene. Außerdem lässt sich die Überwachungskamera mit Türalarmen und Bewegungsmeldern kombinieren. Wir sind begeistert von dieser günstigen Variante, die trotzdem so viele Funktionen und eine gute Bildqualität mitbringt.

 

1.2 IN-5907HD von INSTAR

Auf Platz zwei landet eine Smart Home Kamera für den Außenbereich: die IN-5907HD von INSTAR. Sie ist leicht zu bedienen und bietet eine hohe Bildqualität. Durch ihr Aluminium-Gehäuse ist sie wetterfest und hat auch nachts eine große Reichweite von bis zu 20 Metern. Selbst bei völliger Dunkelheit entstehen scharfe und farbechte Aufnahmen. Bei der Registrierung einer Bewegung bekommen Sie eine Mail oder können einfach selber jederzeit per App die live-Aufnahmen verfolgen. Insgesamt eine Smart Home Kamera mit tollem Preis-Leistungs-Verhältnis.

 

1.3 Arlo Smart Home Kamera von Netgear

Optisch sticht die Arlo Smart Home Kamera von Netgear heraus: So groß wie eine Zigarettenschachtel, nur rund 200 Gramm schwer und eiförmig sieht sie eher aus, wie ein eleganter Mini-Lautsprecher. Daher lassen sich die Überwachungskameras auch gut in die Wohnung integrieren. Da die Smart Home Kamera mit Batterien läuft und übers WLAN mit dem Internet verbunden ist, braucht sie keine Kabel. Damit die Kamera aber auch lang genug durchhält, wird eine spezielle Basisstation mit einer Low-Power-WiFi-Verbindung mitgeliefert. Wenn Sie sich also für die Arlo-Kamera entscheiden, haben Sie zwei Geräte zuhause stehen. Platziert wird die Kamera auf einer ebenen Fläche oder per Halterung an der Wand. Auch draußen lässt sich die Überwachungskamera einsetzen, da sie wasser- und wetterbeständig ist. Die Nachtsichterkennung läuft ebenfalls zuverlässig. Die App ist zum Teil unnötig kompliziert, aber das wird hoffentlich bald in Form von Updates noch optimiert.

 

1.4 Logi Circle von Logitech

Auch Logitech präsentiert mit Logi Circle eine schick designte Smart Home Kamera für Zuhause. Die kleine Überwachungskamera läuft mit einem Akku und kann so flexibel aufgestellt werden. Sie kann nicht nur zur Überwachung, sondern auch zur Kommunikation dienen. Logi Circle bietet nämlich auch einen Videochat. Über die App bekommt man auf Wunsch am Ende des Tages eine Zusammenfassung und man kann permanent auf den Live-Stream zugreifen. Insgesamt ist die Kamera jedoch eher ein Social- als ein Sicherheits-Gadget. Durch die einfache Bedienung hat man recht wenige Einstellungsmöglichkeiten. Logitech hat jedoch bereits angekündigt, dass sie die Logi-Reihe weiter ausbauen wollen.

 

1.5 LE200 von Lupus Electronics

Mit der LE200 hat Lupus Electronics eine gut verarbeitete und ansehnliche Smart Home Kamera geschaffen, die nur im Innenbereich nutzbar ist. Ein großer Pluspunkt ist, dass sie dreh- und schwenkbar ist. Außerdem hat sie eine integrierte Nachtsicht. Bei einem Bewegungsalarm sendet die Überwachungskamera eine Mail mit Fotos, speichert die Videoaufnahme auf dem FTP-Server oder SD-Karte. Durch die Gegensprechfunktion kann sie auch zur Kommunikation genutzt werden. Manko ist eine etwas komplizierte Installation. Für die Leistung würde man auch ein kostengünstigeres Gerät bekommen. Ansonsten ist die Bildqualität sehr zufriedenstellend.

 

1.6 Deecam von Arespark

Eine weitere zu empfehlende Smart Home Kamera ist die Deecam von Arespark. Sie kommt mit zahlreichen Optionen daher, wird per App bedient und ist sehr genau in der Bewegungserkennung. Die Überwachungskamera ist nur für den Innengebrauch gedacht. Bei Bewegungen wird man per E-Mail benachrichtigt und die Aufnahmen werden auf dem FTP-Server gespeichert. Herauszustellen ist das gute Nachtbild, das die Kamera aufnimmt. Die Installation könnte einfacher sein, ist aber machbar. Die App ist auch noch überarbeitungswürdig. Insgesamt bietet die Deecam aber ein super Preis-Leistungs-Verhältnis.

 

2. Wozu benötige ich eine Überwachungskamera?

Wir alle sind auf unsere Sicherheit bedacht: Wir schließen die Tür ab, kontrollieren lieber zwei Mal ob das Bügeleisen abgeschaltet ist und schauen regelmäßig nach den Kindern. Um Ihren Besitztum weniger mühselig zu überwachen, bieten sich Überwachungskameras an. Mit ihnen können Sie den Hauseingang und die Terrassentür überwachen. Wenn es an der Tür klingelt, müssen Sie diese nicht erst aufmachen, um zu sehen ob gewünschter oder unerwarteter Besuch vor der Tür steht. Auch eine Abschreckung von Einbrechern ist gewährleistet, wenn diese die Kameras am Haus sehen. Wildtiere lassen sich ebenfalls hervorragend beobachten oder vielleicht wollen Sie einfach nur herausfinden, wer immer den kleinen Haufen im Garten hinterlässt. Aber auch in den Innenräumen können die Überwachungskameras zum Einsatz kommen. So können Sie das Kinderzimmer einsehen oder auf ältere Menschen oder Haustiere Acht geben.
Nachteile gibt es kaum. Man muss immer auf rechtliche Grenzen achten und das Persönlichkeitsrecht schützen. Man darf Überwachungskameras nicht zum Ausspionieren des Nachbarn oder grundloser Überwachung der Mitarbeiter nutzen. Auch eine Alarmanlage ersetzen Überwachungskameras nicht vollständig, da diese noch wesentlich abschreckender wirkt und über Bewegungsmelder zuverlässiger Türen und Fenster bewacht.

 

3. Vorteile einer Smart Home Kamera

Die Smart Home Kamera – auch IP-Kamera genannt – wird entweder über LAN oder WLAN mit dem Internet verbunden. Für den Gebrauch ist nicht unbedingt ein Computer nötig, meist reicht für den dauerhaften Betrieb ein Smartphone oder Tablet. Alle Aufnahmen werden auf einem FTP-Server oder in einer Cloud gespeichert. Somit kann man immer – auch im Nachhinein – auf die Dateien zugreifen. Durch die Internetverbindung können Sie auch von unterwegs stets einen Blick auf die Live-Aufnahmen haben und werden per E-Mail, Push-Benachrichtigung oder SMS benachrichtigt, wenn Bewegungen beobachtet werden.

 

4. Auf welche Kriterien muss ich beim Kauf achten?

Einsatzbereich
Die Überwachungskameras müssen nach dem Kriterium gekauft werden, ob sie drinnen oder draußen angebracht werden sollen. Wenn die Smart Home Kamera außen an der Wand befestigt werden soll, muss sie wetterfest sowie staub- und wasserdicht sein. Daher eigenen sich Metallgehäuse am meisten für Außenkameras. Auch sollten Sie vorher überprüfen, ob am zukünftigen Platz der Smart Home Kamera ausreichend WLAN-Empfang ist. Ansonsten muss ein LAN-Kabel dorthin verlegt werden. Im Wohnraum installierte Kameras sollten eher klein ausfallen und leicht zu montieren, im besten Fall aufstellbar sein.

Auflösung
Je höher die Auflösung ist, desto mehr Speicherkapazität benötigt die Smart Home Kamera. Eine Auflösung von 640 x 480 Pixel ist daher empfehlenswert. Wer trotzdem gestochen scharfe Bilder möchte oder einen großen Bereich mit einer Smart Home Kamera überwachen möchte, sollte auf Geräte mit 1.280 x 720 Bildpunkten oder sogar einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln zurückgreifen.
Nachtsicht: Möchten Sie auch nachts eine klare Sicht haben, empfiehlt sich eine Infrarotkamera. Rund um die Linse werden dabei Infrarot LEDs angebracht, die den Bereich ausleuchten. Aus der Entfernung sind die Lichter quasi unsichtbar.

Alarm
Es gibt eine Vielzahl an Alarmmöglichkeiten. Erkennt der integrierte Bewegungsmelder in einer Smart Home Kamera eine Veränderung, alarmiert er Sie. Zunächst bekommen Sie eine Meldung auf Ihr Handy oder Tablet in Form einer E-Mail, SMS oder Push-Benachrichtigung, meist sogar mit einem Foto. Außerdem nimmt die Smart Home Kamera ab der Registrierung der Bewegung ein Video auf. Selten gibt es auch Überwachungskameras mit einer integrierten Sirene, die akustisch reagiert.

Zubehör
Die Smart Home Kamera lässt sich mit zahlreichen Elementen aus der Home Security kombinieren. Einige Hersteller bieten direkt ein komplettes Überwachungs-Set mit Kameras, Bewegungsmeldern, Monitor und Rekorder. Auch lässt sich die Smart Home Kamera gut mit einer Alarmanlage verbinden.

 

5. Rechtliche Grundlagen

In Anbetracht des Persönlichkeitsrechts müssen Sie sich vor der Anschaffung einer Smart Home Kamera auch über rechtliche Fragen Gedanken machen. Je nachdem, in welchem Bereich Sie die Überwachungskameras anbringen, gelten andere Bestimmungen:

Flur: Haben Sie vor im Hausflur in Ihrem Mietshaus eine Smart Home Kamera zu installieren, raten wir Ihnen davon ab. Ihre Nachbarn haben Unterlassungsansprüche und reagieren sicherlich skeptisch wenn nicht sogar sauer auf die Kameras. Sind Sie Besitzer oder Eigentümer eines Einfamilienhauses, dürfen Sie Ihren Hauseingang überwachen.
Garten: Soll die Smart Home Kamera den Vorgarten überwachen? Dann sollten Sie darauf achten, dass kein öffentlicher Raum wie die Straße oder der Bürgersteig auf den Aufnahmen zu sehen ist.
Wohnraum: Haben Sie in Ihren Wohnräumen Überwachungskameras installiert, müssen Sie Besuch darüber informieren. Oder Sie schalten die Kameras zuvor einfach ab.