Smart Home mit intelligentem Würfel steuern

Smart Home mit intelligentem Würfel steuern

Auf der Zuliefermesse für Möbelindustrie und Innenausbau wurde nun der „Magic Cube“ präsentiert. Was dieses kleine Gerät mit Sensoren und Funk alles kann.

Die meisten Hersteller setzen auf eine Smart Home-Steuerung per App oder Fernbedienung. ASM SyncroTec hat sich da eine andere Lösung überlegt: den „Magic Cube“. Der Würfel ist mit beliebigen Würfeln bedruckt, die zum Beispiel für Lichtszenen stehen könnten. Je nachdem auf welcher Seite der Würfel liegt, stellt er die gewünschte Beleuchtung ein.

Über Sensoren kann der intelligente Würfel sogar erkennen, ob er links oder rechts herum gedreht wird. Darüber könnte sich dann beim Lichtbeispiel die Helligkeit regulieren lassen. Über Kreisbewegungen können Farben eingestellt werden. Die Hersteller demonstrierten sogar, wie der Würfel sogar für mehrere Geräte genutzt werden kann.

Das ganze System funktioniert über drei Sensoren sowie einen Funkchip. Über diesen werden Daten an eine Steuerzentrale gesendet.

Der Vertrieb wird von D-Beschlag und ASM übernommen. Schon im Sommer soll der „Magic Cube“ auf den Markt kommen.

Smart Home im Jahr 2016

Smart Home im Jahr 2016

Das Smart Home ist kein Zukunftstraum mehr, in Deutschland steht es kurz vor dem Durchbruch. Es werden immer schneller und mehr Produkte auf den Markt gebracht.

Das Marktforschungsinstitut GfK hat in einer Umfrage herausgefunden, dass 43 Prozent der Deutschen Internutzer glauben, dass Smart Home-Technologien in den nächsten Jahren immer größeren Einfluss haben werden. Der Bereich stößt auf großes Interesse in der Bevölkerung, vor allem in den Bereichen Sicherheit, Energie und Beleuchtung sowie Entertainment. Ein großes Hindernis für die Anschaffung seien jedoch Sorgen bei dem Datenschutz und die Furcht vor hohen Anschaffungskosten.

Laut einer Studie vom Marktforschungsinstitut Dr. Grieger & Cie. nutzen bereits 30 Prozent der 1017 Befragten Smart Home-Technologien. Circa die Hälfte hätte zumindest Interesse daran. Bis zum Jahr 2020 soll sich daher die Zahl der vernetzten Häuser verdreifachen und somit in einer Millionen Haushalte Smart-Technologien zu finden sein, sagt der ZVEH. Vor allem für Senioren würden die neuen Technologien Erleichterung bringen und ihnen helfen, trotz körperlicher Beeinträchtigungen ein selbstständiges Leben zu führen.

Auch auf der CES Anfang des Jahres in Las Vegas war das Smart Home eines der Hauptthemen. Samsung präsentierte direkt mehrere neue Smart Geräte, wie etwa einen Kühlschrank. Die DSP Group kündigte sogar einen neuen IoT-Service auf der Basis von ULE an. Dieser soll sich selbst installieren, eine große Reichweite haben und störungsfrei funktionieren. Weiterhin ein Problem bleibt die Kompatibilität zwischen verschiedenen Anbietern. Daher müssen die Hersteller weiter an Kooperationen arbeiten und offene Schnittstellen bieten.

Sony stellt seine neue Smart Home-Deckenleuchte vor

Sony stellt seine neue Smart Home-Deckenleuchte vor

Sony hat nun seine Deckenleuchte mit Smart Home-Eigenschaft vorgestellt. Diese kommt mit so einigen Funktionen daher. Neu sind vor allem die umfangreichen Steuerungsmöglichkeiten.

Die multifunktionale Leuchte von Sony gehört zur Rubrik Smart Light und ist mit LED-Technik von Toshiba ausgerüstet. Die Steuerung erfolgt über eine Android-App oder über Sprachsteuerung.

Nicht nur, dass die Neuschöpfung das Licht dämmen und die Farbe ändern kann. Die Lampe soll erkennen, wenn sich jemand im Raum befindet und dementsprechend die Heizung regulieren, den Fernseher anschalten oder die Musikwiedergabe bestimmen. Durch den Bewegungsmelder ist sie aber auch als Alarmanlage nutzbar. Außerdem bringt das Smart Light einen microSD-Steckplatz, einen Infrarotsender sowie einen Lautsprecher mit. Über Feuchtigkeits- und Temperatursensoren kann die Leuchte auch die Klimaanlage steuern.

Derzeit ist das Multifunctional Light nur für Japan angekündigt. Ob die Leuchte auch in weiteren Ländern erscheint, ist noch nicht klar. In Japan ist das Produkt ab Mitte 2016 zu erhalten.

 

Smart Hub Matrix | Ein Hub, dass alles vernetzt

Smart Hub Matrix | Ein Hub, dass alles vernetzt

Ein Hub ist der entscheidende Knotenpunkt im Smart Home. Das Unternehmen AdMobilize stellt nun Matrix vor: ein Smart Hub, der alle Geräte vernetzt und auf Open Source setzt

Das Prinzip des Smart Home ist, dass zahlreiche Geräte miteinander verbunden werden und untereinander kommunizieren. Das zu erreichen, ist momentan jedoch noch eine große Herausforderung. Hier kommt der Smart Hub ins Spiel. Ein Hub verbindet Netzknoten miteinander und bildet das Zentrum der Vernetzung. Das amerikanische Unternehmen AdMobilize hat nun einen neuen Smart Home Hub in Form einer Scheibe entwickelt, der über eine besonders ausgefeilte Sensorik verfügt und zum Hub aller Geräte im Smart Home werden soll. Die Finanzierung des Projekts ist über Crowdfunding geplant.

Innenleben und Funktionen des Matrix Smart Hub

Der vier Zoll kleinen Scheibe sieht man ihr komplexes Innenleben nicht an. Im Smart Home Hub findet man eine Kamera, ein Mikrofon, Lautsprecher und zahlreiche Sensoren, die Temperatur, Helligkeit und Luftfeuchtigkeit messen. Angetrieben wird das ganze mit einem leistungsstarken Ein-Gigahertz-Quad-Core-Prozessor. Außerdem stehen 1 GB Arbeitsspeicher und 32 GB interner Speicher zur Verfügung. Der Smart Hub kann sich über Bluetooth, WLAN und UMTS mit anderen Geräten verbinden. Darüber soll eine Gesichtserkennung zum Beispiel über die August Smart Lock möglich sein. Auch die Anwendungsfelder Smart TV und Gewerbe wie Gastronomie sollen mit dem neuen Smart Hub neue Vorteile im Bereich Smart Home entdecken. Mit dem Matrix Smart Hub ist außerdem die Bezahlung per NFC möglich. Es zeigt sich ein breites Anwendungsfeld des Smart Hub im privaten, wie auch im gewerblichen Bereich.

Kompatibilität

Der Matrix Smart Hub ist mit bereits existierenden Geräten wie Nest oder August kompatibel. AdMobilize möchte aber auch ein eigenes App-System aufbauen: Entwickler sollen eigene Apps anbieten können, die mit JavaScript programmiert werden. Der Gedanke einer Open Source steht im Vordergrund, was viele Entwickler freuen sollte.

Crowdfunding

Finanziert werden soll das Projekt über Crowdfunding. Auf der Plattform Kickstarter wirbt AdMobilize mit seinem Smart Hub. Bis zum 11. Dezember bleibt noch Zeit, 100.000 US-Dollar zu erreichen. Aktuell steht der Betrag bei rund 98.000$, das Ziel ist also nicht mehr allzu weit entfernt. Wer das Early Bird-Angebot nutzt, kann den Matrix Smart Hub für 199$ bekommen. Regulär ist später ein Preis von 349$ angedacht, was im Vergleich zur Konkurrenz deutlich teurer ist.

Fazit

Es bleibt zu hoffen, dass das Unternehmen in den letzten Tagen noch den angestrebten Betrag erreicht, da der Matrix Smart Hub ein vielversprechendes Projekt ist. Vor allem der Open-Source-Gedanke gefällt uns sehr. Ob sich AdMobilize im aufstrebenden Smart Home-Markt durchsetzen kann, wird man sehen. Auf jeden Fall bietet das Unternehmen interessante Denkansätze und innovative Ideen für die Entwicklung neuer Smart Home-Technologien.

Nachtrag: AdMobilize hat es geschafft! 104.157 $ wurden durch das Crowdfunding-Projekt eingenommen und ermöglichen nun die Realisierung des Matrix.